Page 12-13 - beilage-news-2011

Basic HTML Version

12
49/11
EXTRA
49/11
EXTRA
D
er Alltag ist der här-
teste Test. Biere, die
in großer Zahl Tag
für Tag getrunken
werden, müssen ganz be-
sonders gut sein.
NEWS:
Wie geht es Ihnen
mit der Verantwortung für
so große Marken?
Werner:
Danke, gut.
NEWS:
Worin besteht die
Herausforderung?
Werner:
Darin, den vielen
Menschen gerecht zu wer-
den, die sich ein täglich wie-
derkehrendes Genusserlebnis
erwarten.
NEWS:
Wie wird die Aufgabe
gelöst?
Werner:
Nach meiner Über-
zeugung kann man das nur
über die Rohstoffe machen.
NEWS:
Österreich in Fla-
schen …
Werner:
Exakt. Heimische,
erstklassige Rohstoffe, anzie-
hend zubereitet und verpackt.
NEWS:
Warum ist das so
wichtig?
Werner:
Auf diese Weise
kann man Qualität erlebbar
und schmeckbar machen.
NEWS:
Unter den von Ihnen
gebrauten Bieren gibt es
aber auch einige außerge-
wöhnliche Spezialitäten.
Werner:
Wir pflegen jene
Biere, die in großen Mengen
hergestellt werden, ganz
sorgfältig. Daneben haben
wir die Freiheit, Produkte zu
entwickeln, die weit abseits
des Mainstreams liegen.
NEWS:
Zum Beispiel?
Werner:
Das Reininghaus
Jahrgangspils, mit dem wir
die Lebendigkeit unsere land-
wirtschaftlichen Rohstoffe
zeigen, den Jahrgangscharak-
ter herausheben. Oder Gösser
Dunkles Zwickl. Kräftige
Farbe, gut gehopft, vollmun-
dig, einfach „anders“.
NEWS:
Ein Saisonbier ...
Werner:
Ursprünglich das
Jubiläumsbier zum 150er. Es
ist so gut angekommen, dass
wir es nun jedes Jahr im
Winter anbieten.
NEWS:
Und das bei einem so
ungewöhnlichen Bräu.
Werner:
Für einen runden
Geburtstag braut man etwas
Besonderes ein. Ich wollte et-
was ganz Spezielles machen.
NEWS:
Das ist zweifellos ge-
glückt!
Werner:
Das Publikum
schätzt das Bier sehr.
NEWS:
Es macht Lust auf
den zweiten Schluck.
Werner:
„Drinkability“ ist
ein ganz wichtiges Quali-
tätskriterium.
NEWS:
Wenn man Ihnen so
zuhört ... das klingt alles
sehr persönlich, emotional.
Werner:
Ich bin Bierliebha-
ber, Braumeister aus Leiden-
schaft, Biersommelier.
NEWS:
Es ist ohnehin er-
staunlich und vor allem
schön, dass innerhalb eines
großen Konzerns so viele
rare Bierspezialitäten mög-
lich sind.
Werner:
Ein großer Kon-
zern und Bierkultur, das
schließt sich ja nicht aus, im
Gegenteil. Wir von der Brau
Union haben uns das Thema
„Bierkultur“ mit Begeiste-
rung auf die Fahnen ge-
schrieben.
NEWS:
Regionalität, der Me-
gatrend ...
Werner:
Wir nehmen gerne
auf lokale Anforderungen
und Ideen Rücksicht. Bier-
kultur ist einer unserer wich-
tigsten Werte.
NEWS:
Innovation – ein
wichtiges Thema beim Bier?
Werner:
Wir entwickeln, um
zu optimieren, aber auch,
um Innovationen zu schaf-
fen. Wir genießen da große
Freiheiten.
NEWS:
Welche Rolle spielt
dabei das Marketing?
Werner:
Die kommen immer
wieder mit guten Ideen. Ge-
lebte Bierkultur befriedigt
Bedürfnisse. Wenn es um
unsere Marken geht, muss
das auf dem höchsten Ni-
veau stattfinden.
NEWS:
Radler haben große
Zuwächse. Welche Rolle spielt
der Gösser NaturRadler?
Werner:
Erst als wir uns mit
unserer Markenkraft eines
naturtrüben Radlers mit na-
türlichem Fruchtsaft ange-
nommen haben, war das der
Durchbruch.
NEWS:
Wir erinnern uns an
eine Aussage von Ihnen zum
Thema Natur: „Sie gibt uns
alles ...“
Werner:
Alles! Das Wasser,
den Hopfen, die Braugerste,
die Hefe. Das Mindeste,
was wir tun können, ist,
sie, die Natur, zu schonen.
Als Dank.
NEWS:
Wir sagen auch
„Danke“, fürs gute Gespräch.
FOTOS: BRAUUNION
13
INTERVIEW.
Puntigamer, Gösser, Schladminger und Reininghaus. Andreas Werner ist Bierliebhaber, Biersommelier, Ehren-
Bergmann. Als Braumeister bereitet er Hunderttausenden Genießern tagtäglich große Freude.
Tag für Tag
Höchste Güte
‚Gelebte Bier-
kultur befriedigt
Bedürfnisse –
auf höchstem
Niveau.‘
Der Herr der Dinge
Andreas Werner leitet die Produktion an
mehreren Standorten: Leoben-Göss,
Graz-Puntigam und Schladming.
DI ANDREAS WERNER.
Gebo-
ren 1958 in Kittsee. Studium
der Lebensmittel- und Gä-
rungstechnologie an der Uni-
versität für Bodenkultur in
Wien, Abschluss 1985. Seit
1987 Mitarbeiter der Steirer-
brau bzw. Brau Union, Tätig-
keiten in den Brauereien Sor-
gendorf, Puntigam und Göss.
1998 bis 2001 in Rumänien
und Russland für die BBAG.
Seit 2002 Braumeister von
Göss und Falkenstein, seit
2003 zusätzlich erster Brau-
meister von Schladminger,
seit 2007 zusätzlich erster
Braumeister von Puntigamer.
Zur Person: