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EXTRA
FOTOS: BRAUUNION
B
ier hat einen hohen
Identifikationsfaktor.
Der immer stärker
werdende Trend zur
Regionalität kommt auch
unserem Leib- und Seelen-
getränk zugute. Denn ein
gutes Bräu ist immer in der
Bevölkerung verankert. Be-
sonders in jener, die in einer
Region lebt, in der gebraut
wird.
Österreichische Rohstoffe.
Sie sind in vielerlei Hinsicht
wichtig für unsere Biermar-
ken. Jene der Brau Union
zeigen sich besonders pa-
triotisch (siehe auch das
Interview mit Braumeister
Andreas Werner und jenes
mit Generaldirektor Markus
Liebl). Ob Zipfer, Gösser,
Puntigamer, Schwechater,
Edelweiss oder Kaiser, ob
Schladminger, Wieselbur-
ger, Kaltenhausener oder
Reininghaus, diese zutiefst
österreichischen Biermarken
leben die große Tradition
heimischer Bierkultur. Dazu
gehört die Verwendung in-
ländischer Rohstoffe und na-
türlich auch, dass die Biere
in der Alpenrepublik erzeugt
werden. Die Brau Union
braut in Österreich und ver-
wendet zum größten Teil ös-
terreichische Naturprodukte.
Der Anteil aus dem Inland
liegt sehr, sehr hoch.
Biervielfalt.
Hundert Pro-
zent einheimische Rohstoffe
werden jedoch nicht ange-
strebt, weil das die Bier-
vielfalt zu sehr einschrän-
ken würde. Nehmen wir,
zum Beispiel, unser Bier-
gewürz, den Hopfen. In Ös-
terreich werden nur wenige
Sorten angebaut, für aus-
gefallenere Bierspezialitä-
ten braucht man jedoch sel-
tene Hopfensorten. Wird so
eine Rarität eingesetzt, und
alle anderen Rohstoffe, das
Wasser, das Malz und die
Hefe, kommen aus heimi-
schem Anbau, so wird ein
derartiges Bier noch immer
zu rund neunundneunzig
Prozent aus österreichi-
schen Grundstoffen herge-
stellt. Also stellt sich für
uns in diesem Zusammen-
hang die Frage nach einem
alten Begriff in neuer Um-
gebung – nach dem Terroir-
begriff beim Bier.
Terroir pur.
Jedes Bier besteht
zum allergrößten Teil aus
Wasser. Es beeinflusst die
Bierwerdung viel mehr, als
die meisten glauben würden.
Brauwässer müssen min-
destens Trinkwasserqualität
haben. Mindestens! Darüber
hinaus beeinflussen ihre
Härte und die gelösten Ele-
mente (wie etwa Salze und
Mineralstoffe) den Gärungs-
prozess und die Textur des
fertigen Bieres. Wasser ist
Terroir pur, schließlich kom-
men unsere Brauwässer aus
tiefsten Bodenschichten. Die
Brauereien der Brau Union
wurden beim guten Wasser
angesiedelt. Es wäre aus
Umwelt- und Wirtschafts-
gründen unsinnig, Wasser
über weitere Strecken (und
anders als in einer Leitung)
zu transportieren.
Braumalz.
Es ist Ähren-
sache, das Braugetreide von
unseren Bauern zu beziehen;
der mengenmäßig bedeu-
tendste Teil der von der Brau
Union verwendeten Malz-
sorten stammt auch aus
heimischen Mälzereien. Die
Hefe für diese Biere stammt
aus brauereieigenen Hefe-
bänken. Diese Hefestämme
werden sorgsam herange-
züchtet und gepflegt – da-
mit wird ein je eigenstän-
diger, regionaler Biercharak-
ter möglich. Terroir ist
Region ist Qualität. Dazu
gehört – ganz wichtig! –
die Handschrift des Brau-
meisters. Die Brau Union
beschäftigt österreichische
Koryphäen der Bierherstel-
lung wie Günther Seeleitner,
Christian Huber, Andreas
Werner und deren Teams.
Alles klar.
Wasser ist Terroir pur. Es kommt aus
den tiefsten Bodenschichten und be-
einflusst den Biergeschmack deutlich.
Biergewürz.
Hopfen enthält rund 2.000 Inhalts-
stoffe. Schon kleinste Mengen
sind spür- und schmeckbar.
Ährensache.
Braugetreide vom Bauern, veredelt
in heimischen Mälzereien.
EXTRA
GEGENBEWEGUNG.
Vieles auf der Welt wird immer gleichförmiger.
Der Mensch sehnt sich nach Vertrautem, nach Dingen, die er versteht.
Bier verbindet die Menschen – miteinander und mit ihren Landschaften.
Bier ist Terroir
Herkunft und Qualität