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Allgemein 30. Dezember 2024

Einwegpfand in Österreich: Ab 1. Jänner 2025 startet das Pfandsystem

Einführung von Einwegpfand in Österreich: Alles, was man über das neue System wissen sollte

Ab dem 1. Jänner 2025 tritt in Österreich ein neues Einwegpfandsystem für Getränkeverpackungen aus Kunststoff und Metall in Kraft. Mit dieser Maßnahme sollen die Recyclingquoten deutlich erhöht, Ressourcen geschont und die Umweltbelastung durch achtlos weggeworfene Flaschen und Dosen – sogenanntes Littering – reduziert werden. Was das genau bedeutet, wie das System funktioniert und welche Auswirkungen es für Konsumentinnen und Konsumenten hat, erfährst du hier. 

Warum ein Einwegpfandsystem?

Ab dem 1. Jänner 2025 gilt: 

  • Pfandpflicht für Einwegverpackungen: Kunststoffflaschen und Getränkedosen mit einem Fassungsvermögen von 0,1 bis 3 Litern werden pfandpflichtig. Dazu zählen auch, bisher pfandfreie, Bierflaschen und -dosen.  
  • Pfandbetrag: Pro Verpackung wird ein Pfand von 25 Cent eingehoben. Dieser Betrag wird beim Kauf des Getränks auf den Preis aufgeschlagen und beim Rückgeben der leeren Verpackung rückerstattet. 
  • Pfandlogo: Pfandpflichtige Produkte sind leicht erkennbar – sie tragen ein deutlich sichtbares Pfandlogo auf der Verpackung. 

Ausnahmen: Nicht alle Getränkepackungen fallen unter die Pfandpflicht. Ausgenommen sind beispielsweise: 

  • Milchprodukte 
  • Getränke in Tetrapaks 
  • Medizinische Produkte und Sirupe 

Somit betrifft das neue Pfandsystem vor allem Kunststoffflaschen (PET) und Getränkedosen (Aluminium/Metall), die häufig im Handel erhältlich sind. 

Wo und wie kann ich Verpackungen zurückgeben?

Die Rückgabe der pfandpflichtigen Einwegverpackungen ist unkompliziert und für alle zugänglich gestaltet: 

  1. Supermärkte und Geschäfte: Verkaufsstellen, die Getränke in pfandpflichtigen Verpackungen anbieten, müssen diese auch zurücknehmen. 
  1. Automatisierte Rückgabe: Viele größere Geschäfte werden mit Rücknahmeautomaten ausgestattet sein, die die Verpackungen annehmen, scannen und das Pfand sofort zurückerstatten. 
  1. Manuelle Rücknahme: Kleinere Geschäfte ohne Automaten sind verpflichtet, die von ihnen verkauften Verpackungen in üblichen Mengen zurückzunehmen. 

Wichtig: Damit das Pfand zurückerstattet werden kann, müssen die leeren Verpackungen:  

  • Unbeschädigt sein (nicht zerdrückt) 
  • Leer sein 
  • Das Etikett muss lesbar und vollständig vorhanden sein 

Umwelt- und Wirtschaftsvorteile

Das Einwegpfandsystem bringt zahlreiche Vorteile für die Umwelt, die Wirtschaft und die Gesellschaft: 

  1. Reduktion von Littering: Durch das Pfand werden weniger Flaschen und Dosen achtlos weggeworfen, was zu saubereren Städten, Wäldern und Gewässern führt.
     
  2. Höhere Recyclingquoten: Die Rücklaufquote von Verpackungen steigt, und Materialien wie Kunststoff und Aluminium können effizient wiederverwertet werden.
     
  3. Ressourcenschonung: Recycling spart wertvolle Rohstoffe und Energie. Weniger Neuproduktion bedeutet weniger CO₂-Emissionen.
     
  4. Kreislaufwirtschaft stärken: Das Pfandsystem fördert die Kreislaufwirtschaft, in der Materialien möglichst lange im Wirtschaftskreislauf gehalten werden. 

Informationskampagne "Achtung Einsatz!"

Um auf das neue Pfandsystem aufmerksam zu machen, startet am 9. Januar die Informationskampagne „Achtung Einsatz!“. Sie soll Konsument:innen über das Einwegpfandsystem, dessen Vorteile und Rückgabeprozesse aufklären. Mit humorvollen und sympathischen Figuren wie „Pet“ und „Can“ wird das Pfandsystem auf TV, Online, Print und Social Media leicht verständlich vermittelt. Ziel ist es, breites Bewusstsein zu schaffen, Littering zu reduzieren und die Kreislaufwirtschaft zu stärken. Die Kampagne betont den persönlichen Beitrag jedes Einzelnen zur Nachhaltigkeit und findet bereits große Zustimmung: 69% halten die Einführung des Einwegpfandsystems laut aktuell repräsentativer Studie im Bierkulturbericht für eine sehr gute Idee ( 

https://www.brauunion.at/bierkultur/). 

Fazit: Ein wichtiger Schritt für Österreichs Zukunft

Mit der Einführung des Einwegpfandsystems setzt Österreich einen entscheidenden Schritt in Richtung Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Durch das Pfand werden Konsument:innen motiviert, leere Flaschen und Dosen zurückzugeben, statt sie wegzuwerfen. So wird nicht nur die Umwelt geschützt, sondern auch wertvolle Rohstoffe für die Zukunft gesichert. 

 

Ab 1. Jänner 2025 heißt es also: Flaschen und Dosen sammeln, zurückbringen und Pfand kassieren! Ein kleiner Beitrag, der große Auswirkungen haben kann – für eine saubere Umwelt und eine nachhaltige Zukunft. 

Quellen:

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