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Allgemein 07. August 2026

Internationaler Tag des Bieres: Eine Weltreise im Bierglas

Am 7. August wird heuer rund um den Globus der Internationale Tag des Bieres gefeiert. Der Aktionstag findet jedes Jahr am ersten Freitag im August statt und bietet den perfekten Anlass, den Blick über den Rand des eigenen Bierglases hinaus zu richten. Denn Bier wird zwar fast überall auf der Welt aus denselben Grundzutaten gebraut – was daraus entsteht, ist jedoch so vielfältig wie die Länder, Menschen und Kulturen dahinter.

15 Marken zählen in Österreich zur Brau Union, gebraut in zwölf heimischen Brauereien – jede davon mit ihrer eigenen Geschichte, ihrem eigenen Team und Rezepturen, die vielfach seit mehr als 100 Jahren gepflegt werden. Doch die Welt der Brau Union endet nicht an den Landesgrenzen: Seit 2003 ist sie Teil der internationalen HEINEKEN Company und verbindet so regionale Wurzeln mit internationalen Perspektiven. Zeit, sich ein paar dieser Perspektiven etwas genauer anzusehen.

Bintang: Ein Stern über Indonesien

Wer in Indonesien ein Bintang bestellt, verlangt wortwörtlich nach einem „Stern“. Genau das bedeutet der Markenname auf Indonesisch – und der rote Stern prägt bis heute auch das Etikett des Bieres.

Bintang Pilsener wird seit 1952 gebraut und gilt als eine der beliebtesten und bekanntesten Biermarken Indonesiens. Die Geschichte des Unternehmens Multi Bintang reicht sogar bis 1929 zurück. Damit ist die Marke eng mit der Entwicklung der modernen indonesischen Bierkultur verbunden.

Heute zeigt sich diese lokale Verwurzelung in einer vielfältigen Produktfamilie. Neben dem klassischen Bintang Pilsener gibt es etwa Bintang Crystal, das kalt gelagert wird und dadurch ein besonders weiches, weniger bitteres Geschmacksprofil erhält, außerdem Radler- und alkoholfreie Varianten. So verbindet die Marke ihren Status als indonesischer Klassiker mit den veränderten Vorlieben moderner Konsument:innen.

Birra Moretti: Italienische Lebensart seit 1859

Von Südostasien geht die Reise nach Udine im Nordosten Italiens. Dort gründete Luigi Moretti 1859 seine „Fabbrica di Birra e Ghiaccio“, eine Bier- und Eisfabrik. Ein Jahr später wurde die erste Flasche Birra Moretti verkauft. Damals gehörte Friaul noch zum österreichischen Kaiserreich – womit die Geschichte der italienischen Biermarke sogar eine kleine historische Verbindung zu Österreich hat. Heute erfreut sich Birra Moretti in Österreich immer größerer Beliebtheit.

Das bekannteste Bier der Marke, Birra Moretti L’Autentica, ist ein ausgewogenes Lager mit dezenten Hopfen- und Fruchtnoten, moderater Bitterkeit und einem klaren Abgang. Es passt damit hervorragend zu jener unkomplizierten Tischkultur, für die Italien bekannt ist.

Auch der Mann mit Schnurrbart auf dem Etikett des Birra Moretti trägt zu dieser Geschichte bei. Der Markenlegende zufolge begegnete ein Mitglied der Familie Moretti dem späteren „Baffo“ (Italienisch für „Schnurrbart“) 1942 in einem Gasthaus. Als Gegenleistung für sein Foto soll sich der Mann lediglich ein weiteres Birra Moretti gewünscht haben. Mehr italienische Gelassenheit lässt sich wohl kaum auf einem Bieretikett unterbringen.

Dos Equis: Zwei X für ein neues Jahrhundert

In Mexiko beginnt die Geschichte von Dos Equis mit einem deutschen Einwanderer. Wilhelm Hasse gründete 1890 in Veracruz die Moctezuma-Brauerei und braute dort 1897 erstmals das Bier „Siglo XX“. Der Name sollte das bevorstehende 20. Jahrhundert begrüßen: „Siglo“ bedeutet Jahrhundert, die römische Zahl XX steht für 20. Aus diesen beiden X entwickelte sich später der Name Dos Equis – auf Deutsch: zwei X.

Das ursprüngliche Bier lebt heute als Dos Equis Ambar Especial weiter, ein bernsteinfarbenes Lager im Wiener Stil mit dezenten Röstaromen, vollem Körper und weichem Abgang. Daneben ist vor allem das hellere Lager Especial bekannt: ein goldfarbenes, leichtes Bier mit ausgewogenen Malz- und erdigen Noten sowie einem klaren Finish.

Typisch mexikanisch wird es gerne mit Limette und etwas Salz serviert. Damit zeigt Dos Equis besonders anschaulich, dass Bierkultur nicht nur im Sudkessel entsteht, sondern auch durch die Rituale rund um das fertige Bier.

Tiger: Gebraut für die Tropen

Die letzte Station führt nach Singapur. Dort wurde 1932 die erste Charge Tiger Beer gebraut – ausdrücklich als erfrischendes Bier für tropisches Klima. Damit gehörte Tiger zu den Wegbereitern einer eigenständigen asiatischen Lagerbier-Kultur.
Das Original wird als vollmundiges, besonders erfrischendes Lager beschrieben. Aus der zunächst lokalen Marke entwickelte sich im Lauf der Jahrzehnte ein international bekanntes Bier: Mittlerweile ist Tiger in mehr als 60 Märkten erhältlich und zählt zu den führenden internationalen Premiumbieren Asiens.
Trotz dieser globalen Reichweite bleibt die Herkunft ein zentraler Teil der Marke. Tiger steht bis heute für das urbane, multikulturelle Singapur – eine Stadt, in der asiatische, europäische und indische Einflüsse seit jeher aufeinandertreffen.

Vier Marken, vier Bierkulturen

Bintang, Birra Moretti, Dos Equis und Tiger könnten auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein. Gemeinsam aber zeigen sie, was internationale Biervielfalt ausmacht: Weltweite Vernetzung lässt regionale Identität über Grenzen hinweg sichtbar werden und bringt so regionale Brautraditionen, eigenständige Geschmäcker und besondere Geschichten aus aller Welt zusammen.

Der Internationale Tag des Bieres ist deshalb nicht nur ein Anlass zum Anstoßen. Er ist auch eine Einladung, Neues kennenzulernen – bewusst, neugierig und am besten gemeinsam. Denn ganz gleich, ob in Udine, Veracruz, Jakarta, Singapur oder im österreichischen Gastgarten: Bierkultur beginnt überall dort, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen.

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